Schon Sophie von la Roche...

... ließ hier ihre Werke drucken, denn in der im 18. Jahrhundert erbauten linken Hälfte, dem Haus 122, befand sich ganz früher einmal eine Druckerei.
Die Bäckerfamilie Becker hat in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts das marode Haus 124, die im Bild vordere Hälfte, abreisen und neu aufbauen lassen. Der Stil dieser Zeit prägt noch heute das äußere Erscheinungsbild und im inneren die Athmosphäre der Kunstbackstube. Die rötlichen Wandfliesen im Verkaufsraum (dahinter wird es noch bunter!), die stufenweise abgehängte Decke, die Transparente und nicht zuletzt die erhaltene Verkaufvitrine mit der runden vorderen Verglasung sind Zeugen dieser Epoche - nur, dass heutzutage keine leckeren Torten und Teilchen mehr dort angeboten werden, sonder Keramik, Schmuck und kunsthandwerkliche Arbeiten. Warum die hohen Hausnummern? Ganz einfach: Während der napoleonischen Besatzung hatten die Franzosen alle Häuser von Ehrenbreitstein einfach durchnummeriert...